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Gabriela König: Meister-Bafög muss verbessert werden – Teure Ausbildung darf kein Hemmnis sein

Hannover. In der Diskussion um die Zukunft des Handwerks hat sich die FDP-Politikerin Gabriela König für eine Verbesserung des Meister-Bafögs ausgesprochen. „Die teure Meisterausbildung darf kein Hemmnis sein für Qualifizierung und Aufstieg im Handwerk. Das Meister-Bafög ist da genau der richtige Hebel. Und den müssen wir in Zukunft noch wirksamer ansetzen”, sagte König in ihrer Rede. Der demographische Wandel mache auch vor dem Handwerk nicht halt. König zählte deshalb drei Schlüsselfaktoren auf, die für die Zukunft des Handwerks entscheidend seien.

Zum einen gehe es darum, mehr Frauen für das Handwerk zu gewinnen. „Der Anteil der weiblichen Prüflinge bei Handwerksprüfungen ist in den vergangenen Jahren schon gestiegen. 1990 wurde nur etwa jede 9. bestandene Meisterprüfung von einer Frau abgelegt. 2009 war es bereits jede 5. Das ist aber noch ausbaufähig”, sagte die wirtschaftspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion.

Ein weiterer Erfolgsfaktor sei die schon heute überdurchschnittliche Beschäftigung von Menschen mit Migrationshintergrund im Handwerk. „Jeder fünfte Handwerker hat eine Migrationsgeschichte. Das sind Lebens- und Aufstiegschancen für junge Migranten. Das ist Integration aus der Mitte der Gesellschaft heraus.” Auch aus einer neuen Studie gehe hervor, dass gerade Handwerksunternehmen zielgenau einstellen und erfolgreich weiter qualifizieren.

Als dritten Schlüsselfaktor nannte König entsprechende Aufstiegschancen für junge Fachkräfte. „Wenn das Handwerk für junge Fachkräfte attraktiv bleiben soll, müssen Karriereperspektiven absehbar sein”, so König. Der Erfolg des Handwerks sei ein wichtiger Faktor für die Entwicklung des Landes. „Denn Handwerk ist und bleibt ein verlässlicher Eckpfeiler der niedersächsischen Wirtschaft.”

 

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