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Jörg Bode: Untersuchungsbericht offenbart unzählige Schwächen in den Abläufen – Umsetzung des Havariekonzeptes muss komplett hinterfragt werden

Für den stellvertretenden Vorsitzenden der FDP-Fraktion, Jörg Bode, hat der Untersuchungsbericht zur Havarie der „Glory Amsterdam“ unzählige Schwächen in den Abläufen offenbart. „Zwanzig Jahre nach der Havarie der ‚Pallas‘, fünfzehn Jahre nach der Einrichtung des Havariekommandos und drei Jahre nach der Havarie der „Purple Beach“ stellt sich durch die Havarie der „Glory Amsterdam“ heraus, dass das Havariekommando keinen Echtzeit-Zugriff auf die Verkehrsüberwachung, sprich AIS-Informationen und Echtzeit-Radar, hat“ so Bode. Auch die Feststellung, dass das Havariekommando seine Informationen häufig nur über das Telefon und UKW-Funk erhält, habe er so nicht erwartet. „Schließlich führte dies zu fehlerhaften Annahmen und Missverständnissen bei der Abwicklung der Schadenslage“ so der FDP-Politiker weiter.

Er fordert deshalb: „Die kleinteilige Anpassung von Verfahrensabläufen und Kommunikationswegen muss beendet werden. Wir fordern den Bund und die Landesregierung auf, das Konzept bei komplexen Schadenslagen an der deutschen Nordseeküste komplett zu hinterfragen und sowohl die Verfahrensabläufe, die Kommunikationswege- und -arten als auch die technische Ausstattung des Havariekommandos ohne Wenn und Aber auf den neusten Stand zu bringen“. Die FDP-Landtagsfraktion erwarte, dass sich die Landesregierung noch in diesem Jahr für den bestmöglichen und vollumfänglichen Schutz der deutschen Nordseeküste beim Bund und den anderen Küstenländern einsetzt. „Bei künftigen Havarien in der Nordsee dürfen weder Glück noch Zufall über das Schicksal des Wattenmeers bestimmen. Wir erwarten noch in diesem Jahr die Vorlage eines schlüssigen Konzeptes von der Landesregierung“ so Bode.

Hintergrund: Heute wurde der Untersuchungsbericht zur Havarie der MS Glory Amsterdam vorgestellt.

 

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