Grigorios Aggelidis: Homeoffice und Kinderbetreuung sind zwei Jobs - Lohnentschädigung auch bei Homeoffice-Möglichkeit

Zu der heute beschlossenen fortgeführten Lohnentschädigung für Eltern erklärt der familienpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Grigorios Aggelidis:

Grigorios Aggelidis MdB

„Homeoffice und Kinderbetreuung sind zwei Jobs, die dauerhaft nicht ohne erhebliche Einschnitte zusammen erledigt werden können. Es ist für mich ganz klar: Homeoffice darf bei der Bewertung der Lohnfortzahlung nicht weiterhin als zumutbare Betreuungsmöglichkeit angesehen werden. Dass dies im Rahmen der Neuregelungen für die Lohnentschädigung für Eltern nicht geändert wurde und nicht konkret im Infektionsschutzgesetz ausgeschlossen wird, ist für mich völlig unverständlich. Die Bundesregierung verschließt noch immer die Augen vor der derzeitigen Situation der Familien. Es ist eben nicht nur „anstrengend, aber machbar“, wie Ministerin Giffey sagte, wenn Eltern von zuhause ihren Jobs nachgehen und gleichzeitig Kinder betreuen und beschulen müssen. Diese Situation schadet Eltern und Kindern. Derzeit müssen Eltern auf eine Lohnentschädigung verzichten, wenn grundsätzlich in ihrem Job Heimarbeit möglich ist.

Ganz allgemein war aber die heute beschlossene Verlängerung der Lohnentschädigung auf 10 Wochen pro Elternteil dringend überfällig, greift aber meiner Ansicht immer noch zu kurz. Die Lohnentschädigung sollte so lange gelten, wie Kitas und Schulen nicht normal geöffnet sind. Die Eltern brauchen Verständnis und Verlässlichkeit, beides fehlt allerdings noch immer.“